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BIODUR® PEM-Kunststoffe sind Duromere mit reaktiven epoxidischen Gruppen, die bei der Aushärtung emulgieren und dadurch die Präparate hell und opak erscheinen lassen. Die verfügbaren PEM-Kunststoffe unterscheiden sich im wesentlichen in ihrer Helligkeit nach der Aushärtung sowie in ihrer Festigkeit. Sie haben deshalb unterschiedliche Einsatzgebiete:
BIODUR® PEM 11 (PM11) Hat eine lange Verarbeitungszeit, ist im ausgehärteten Zustand kerbfest, jedoch weicher als andere PEM-Produkte. Es hat etwa die gleiche Röntgendichte wie Wasser und wird deshalb vorwiegend zur Herstellung von Präparaten für radiologisch-wissenschaftliche Zwecke eingesetzt.
BIODUR® PEM 27 (PM27) Kann mit Härter E 1 und E 6 verarbeitet werden. Der Standardansatz PEM 27/E 1 hat von allen PEM-Kunststoffen die besten optischen und mechanischen Eigenschaften, denn er ist nach der Aushärtung am weissesten und am härtesten. Er hat jedoch nur eine relativ kurze Verarbeitungszeit von 2 Tagen. BIODUR® PEM 27 wird vor allem verwendet zur Plastination von dicken, nicht transparenten Extremitäten- und Körperscheiben bis zu einer Schnittdicke von 3 cm. Aufgrund seiner optischen Eigenschaften ist es auch gut zur Steinkonservierung geeignet. PEM 27/E 6 ist geeignet für histologische Dickschnitte. Es ist relativ weich und gut schneidbar. Das Polymerisat lässt sich durch eine gesättigte Lösung von Natriummethylat in wasserfreiem Methanol wieder aus dem Schnitt herauslösen.
PEM-Kunststoffe neigen zur Kristallisation und Phasentrennung und müssen deshalb vor Gebrauch auf +50 °C bis +60 °C erwärmt werden.
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